Trans|Wissen

Übersetzung von Wissen in transnationalen Kontexten
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Aktueller Workshop

4. Arbeitstreffen des DFG-Netzwerks „TRANSWISSEN“

23.-24.06.2016 an der Hochschule Fulda:
"Wissensansprüche im transnationalen Raum"

Organisation: Prof. Dr. Matthias Klemm

Der Workshop in Fulda widmete sich dem Thema „Wissensansprüche im transnationalen Raum“. Dazu wurden Vorschläge zu einer „Phänomenologie transnationaler Wissensansprüche“ diskutiert. Zusätzlich präsentierte Prof. Dr. Angelika Poferl in ihrem Vortrag eine wissenssoziologische Perspektive auf das Thema der Konstitution 'globaler Probleme' im Kontext der Menschenrechte.

PHÄNOMENOLOGIE TRANSNATIONALER WISSENSANSPRÜCHE 

EMPIRISCHE ZUGÄNGE

GASTVORTRAG

PROGRAMM

PHÄNOMENOLOGIE TRANSNATIONALER WISSENSANSPRÜCHE

Entwurf und Diskussion

Ausgehend von den Diskussionen des letzten Workshops in Bochum wurde ein erster Textentwurf zu einer „Phänomenologie transnationaler Wissensansprüche“ verfasst.

Ein zentrales Problem, dass in diesem Entwurf weiterverfolgt wird ist das Verhältnis von Wissen und Macht, dass wiederholt als Endpunkt der bisherigen Diskussionen aufgetreten ist. Der phänomenologische Zugang wird hier als eine Möglichkeit zur Entwicklung einer neuen und weiterführenden Perspektive behandelt.

Die anschließende Diskussion produzierte Fragen, die sich um die Relationierung von Wissen und das Verständnis von Transnationalität und Übersetzung drehten. Zur Vertiefung des Phänomens der Wissen-Wissens Konstellation bzw. Relationierung von Wissen wurden zwei Fragen formuliert:

1.    Inwiefern implizieren Wissen-Wissens Konstellationen ein bestimmtes Machtverständnis und im Bezug auf welche Hilfskonzepte (z.B. Gewalt, Konkurrenz etc.) lässt sich dieses ausführen?

2.    Wie denken wir nun transnationales Wissen und Übersetzung?

Zwei Beschreibungsversuche:

  • Die Transnationalisierung von Wissen kann als ein Prozess des Oszillierens zwischen Partikularisierung und Universalisierung von Wissensansprüchen in sozialen Arenen beschrieben werden.
  • Momente von Transnationalisierung treten im Prozess der Differenzsetzung durch Wissen auf und sind als Störmomente fassbar. Diese Störmomente initiieren Prozesse der Übersetzung und Verhandlung von Artikulationsformen.

EMPIRISCHE ZUGÄNGE

aus Soziologie und Migrationsforschung (Anna Spiegel):

Anhand von Interviewausschnitten wurde die Frage, inwiefern die Mobilität von Managern mit einer kosmopolitischen Haltung in Verbindung steht untersucht.

Welche Interpretationen (national, kulturell etc.) werden von Managern im Umgang mit Differenz gewählt? Wie gestaltet sich der Umgang mit lokalen Kolleginnen und Kollegen? Diese Fragen nach der kulturellen Identität und Ausdeutung des Arbeitsraums sollen mit dem Ansatz der „contact zone“ von Mary Louise Pratt und William Leggetts Perspektive auf Büros als „spaces of transnational encounter“ in den Blick geraten.

GASTVORTRAG

„Zur Konstitution 'globaler Probleme' - ein Wissens-, Deutungs- und Handlungsproblem“

Der Gastvortrag von Prof. Dr. Angelika Poferl (Hochschule Fulda) stand unter dem Titel „Zur Konstitution 'globaler Probleme' - ein Wissens-, Deutungs- und Handlungsproblem“.

In ihrem Vortrag stellte Angelika Poferl drei Perspektiven auf Wissen vor. Sie versteht Wissen unter drei Gesichtspunkten, als Beschreibungsanspruch, als Problematisierungswissen und als Relevanzhorizonte. Diese Perspektiven können aus wissenssoziologischer Perspektive sodann auf das Feld der Menschenrechte angewendet werden um theoretische und empirische Schlüsse über die Konstitution und Verfasstheit der Menschenrechte als Wissen zu eröffnen.